Es gibt Hunde, die leben bei Menschen. Und dann gibt es Captain – der lässt Menschen bei sich wohnen.
Seit 2016 regiert dieser silbergraue Weimaraner sein Königreich in Hagen, NRW, mit eiserner Pfote und einem Repertoire an dramatischen Seufzern, das selbst Hollywood-Schauspieler neidisch machen würde. Sein Fell schimmert wie Silber, sein Blick könnte Butter schmelzen – und seine Meinung zu allem wird konsequent in Schnaufsprache übermittelt.
Denn Captain schnauft. Nicht gelegentlich. Nicht aus Versehen. Captain schnauft als Kunstform. Zu spät aufgestanden? Schnauf. Spaziergang zu kurz? Schnauf. Du sitzt auf SEINEM Platz auf der Couch? Drei Sekunden Augenkontakt, ein langgezogenes Schnaaaaauf – und plötzlich sitzt du auf dem Boden und weißt nicht wie.
Tagsüber eleganter Waldläufer mit dem Auftreten eines Adeligen. Abends dramatisches Häufchen Elend auf dem Sofa, weil das Abendessen drei Minuten zu spät kam. Dazwischen Fotoshooting mit Papiertüte auf dem Kopf, weil das Leben zu kurz ist für Würde.
Captain ist kein Hund. Er ist eine Lebenseinstellung.